Noni (Morinda citrifolia)

Wirkung:

krebsschützend, entzündungshemmend, pilzhemmend, Universalmittel

Anwendungsbereiche:

Nicht nachgewiesen, siehe unten.

Fieber, Darmerkrankungen, Vergiftungen, Wunden, Knochenbrüche, zur Unterstützung des Immunsystems, Schmerzen, rheumatischen Attacken, Neuralgien, Magenkrämpfe, schmerzhafte Entzündungen, juckenden Hauterkrankungen, Quetschungen, Blutergüsse, Prellungen

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, Blätter, Frucht, Rinde

Sammelzeit:

während des ganzen Jahres

Zu finden:

in den Tropen

Inhaltsstoffe:

140 Vitalstoffe, Enzyme, Flavonoide, Saponine, Aminosäuren, Karbohydrate, Proxeronin, Damnacanthal

Sonstiges:

Der Nonibaum ist ein immergrüner Baum oder Strauch, der 5 bis 10 Meter hoch wird. Die jungen Zweige sind kantig und kahl. Die ledrigen, eiförmigen bis lanzettlichen Blätter sind einfach und glänzend, 15 bis 40 Zentimeter lang. Die Blüten sind duftend und stehen in kleinen Büscheln zusammen. Es gibt einen einfachen Kelch und meist kahle Kronblätter. Die Blüten enthalten einen Staubblattkreis und zwei Fruchtblätter, die zu einem Fruchtknoten verwachsen. Die Nonifrucht ist ein Fruchtverband aus Steinfrüchten, der 6 bis 12 Zentimeter lang und reif grünlich-gelblich bis weißlich ist. Sie hat einen unangenehmen Geschmack und Geruch, ähnlich dem von Handkäse oder Gorgonzolakäse.

Die Wurzel der Noni hat beachtliche Inhaltsstoffe. Sie enthalten viel Magnesium, Sterole, Resine, Rubiadin, Morindine, Glykoside, Eisen, Phosphat, Anthrachinone, Sodium, Chrysophanol, Säuren, Karbonate und Alizarin.

Blatt und Früchte enthalten fast alle essenziellen Aminosäuren, Alanin, Arginin, Asparaginsäure, Cystein, Glycin, Glutaminsäure, Histidin, Leucin, Isoleucin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin, also Anthrachinone, Gykoside und Resine, Sitosterol und Ursolsäuren.

🛑 Manche Menschen reagieren empfindlich auf Noni, im schlimmsten Fall kann es zu reversiblen Leberschäden kommen. Der Verzehr des Saftes bzw. der Nahrungsergänzungsmittel ist aber in der Regel unbedenklich – sofern sich an die empfohlenen Höchstmengen gehalten wird.

Die Blätter sind, je nach Alter des Baumes, von handtellergroß bis zu daumennagelklein.

Die bestmögliche Versorgung durch die Ernährung kann leichte Erkrankungen heilen und schwere entscheidend verbessern.

Der Nonisaft macht leistungsfähig und hellwach.

Alle nur denkbaren Krankheiten werden auf der Insel mit dem Baum geheilt, die besondere Eigenschaft der Morinda sieht man aber in der Schmerzbekämpfung.

Ich habe online geschaut und gesucht nach Noniblättern. Es ist wirklich sehr schwierig an Blätter ran zu kommen, wenn dann gibt es Kapseln, Pulver und Nonisaft in hoher Preisklasse. Daraufhin bin ich auf einen Bericht der Verbraucherzentrale gestoßen der wie folgt ist:

„Solche Werbeaussagen zu Wirkung und Wirksamkeit sind wissenschaftlich unhaltbar und irreführend. Die existierenden Daten, Studien und Informationen lassen keinerlei gesundheitliche Vorteile von Noni-Saft gegenüber anderen Fruchtsäften erkennen. Tatsächlich wurde laut EU-Register auch kein einziger Antrag nach Health-Claims-VO eingereicht. Noni-Säfte sind im Prinzip Fruchtsäfte wie viele andere. Eine besondere Wirkung konnte nicht bewiesen werden, daher ist der hohe Preis (ein Liter Noni-Saft kostet 15-25 Euro) – wenn überhaupt – lediglich mit den Transportkosten für die exotischen Früchte und einer Bioqualität zu begründen. Achtung: Extrakte von Noni als Kapseln und Pulver sind nicht verkehrsfähig, auch wenn sie im Internet oder per Postwurfsendung angeboten werden! Auch die Blätter sind in Nahrungsergänzungsmitteln nicht erlaubt.“

Das österreichische Testmagazin Konsument berichtete 2005 über drei Fälle schwerer Leberentzündung nach der Einnahme von Nonisaft. Dem Bericht wurde seitens der Herstellerfirma widersprochen, die diverse Gründe aufführte, warum der Nonisaft nicht verantwortlich für die Leberschäden gewesen sei. Ergänzend zu der bereits im Jahr 2003 veröffentlichten Unbedenklichkeitsbescheinigung durch das EU Scientific Committee on Foods (SCF) veröffentlichte die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) einen eigenen Untersuchungsbericht, in dem ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Tahitian Noni Juice und Lebertoxizität verneint wird („Eine lebertoxische Wirkung durch das oben beschriebene Produkt ist aufgrund der derzeit vorliegenden Erkenntnisse nicht nachvollziehbar.“). (Weiteres siehe Wikipedia, da dies nur ein Auszug ist.)

Der Geruch ist nach faulem Käse der Früchte im reifen Zustand. Sie werden roh gegessen oder anderweitig zubereitet. Es gibt ihn auch als Fruchtsaftgetränk, den Nonisaft.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, Marshman~commonswiki , CC BY-SA 3.0

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