Besenginster (Cytisus scoparius)

Giftig

Wirkung:

kreislaufanregend, blutdrucksteigernd, harntreibend, narkotisch, kardiotonisch, abführend, brechmittel, gefäßverengend

Anwendungsbereiche:

Eine Eigenanwendung ist nicht empfohlen!

niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Gebärmutterblutungen, regt die Blutgefäße an, Uterus und Darm, Harn, Wassersucht, Kropf, Reizleitungsstörungen am Herzen, allergische Hauterkrankungen, Kreislaufregulationsstörung, hemmt die Atmung

Wird so heute nicht mehr angewandt, siehe Warnhinweis unten!!!

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten, Blätter, Triebspitzen

Sammelzeit:

Mai bis Juni

Triebspitzen im Februar und Oktober

Zu finden:

Oft an sandigen Sonnenhügeln, Bahndämmen und in der Nähe von Kieferwäldern.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide, Spartein, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Isoflavone, Amine, ätherischen Öl, Flavonglykoside

Sonstiges:

☕Tee: 1 Teelöffel Blüten werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und für 10 Minuten ziehen gelassen. Dann abseihen. Bis zu 3 Tassen Tee pro Tag sind möglich bei gleichzeitig niedrigem Blutdruck und Herzrhythmusstörungen.

Der Besenginster ist ein Strauch, der bis zu 2 Meter hoch werden kann, selten auch bis zu 3 Meter. Er hat lange, grüne Zweige und eine starke Pfahlwurzel mit knolligen Seitenwurzeln. Die Laubblätter sind dreiteilig, eiförmig bis lanzettlich und seidig behaart. Der Blattstiel ist maximal 1 Zentimeter lang, und die Teilblättchen messen 1 bis 2 Zentimeter. Oben an den Zweigen wachsen ungeteilte Blätter. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, wobei die Blüten einzeln oder zu zweit an den Kurztrieben stehen. Diese Blüten sind zygomorph, fünfzählig und goldgelb, mit verwachsenen Staubblättern. Der obere Kelch ist zweizähnig, der untere dreizähnig, und die Flügel sind stumpf.

🛑 Vorsicht!!Der Besenginster ist in allen Pflanzenteilen giftig. In der Schwangerschaft und Stillzeit Ginster nicht verwenden, sowie bei Bluthochdruck! Vergiftungssymptome sind u. a. Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und Kopfschmerzen. Hohe Dosen führen zunächst zu peripherer Atemlähmung, dann zu Bradykardie und asystolischem Herzstillstand. Das früher angewandte isolierte Spartein (als Sparteinsulfat) wird heute wegen seiner unsicheren Wirksamkeit und Giftigkeit nicht mehr als Arzneimittel eingesetzt. Keine Bedenken bestehen bei der Nutzung der Blüten mit sehr geringem Sparteingehalt als Schmuckdroge in Teemischungen. Sie dürfen bis zu 1 % enthalten. Jede Behandlung mit dieser Pflanze sollte nur unter fachkundiger Aufsicht durchgeführt werden.

Die Blütenknospen haben den geringsten Alkaloidgehalt an giftigen Spartein, die Samen den höchsten.

Sie sollten nicht länger als 12 Monate gelagert werden, da die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe abgebaut werden.

Ein ätherisches Öl aus den Blüten wird in der Parfümherstellung verwendet.

Räucherwerk aus Besenginster: Aus den getrockneten Blüten kann gutes Räucherwerk hergestellt werden. Es entspannt die Atmosphäre, regt mental an, vertreibt Stress und ist besonders bei einer Panikattacke von großem Nutzen.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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