Wirkung:
kräftigend, gewebestärkend
Anwendungsbereiche:
sorgt für gute Haare, straffe Haut und feste Nägel, übermäßigen Fußschweiß, bei Akne, Hautausschläge, schlecht heilende Wunden, Arteriosklerose, Rheuma, entschlackt den Körper, Asthma, Krebs, Vergiftungen, Scharlach, Migräne
Verwendete Pflanzenteile:
junge Sprossen und Stangen
Sammelzeit:
das ganze Jahr über
Zu finden:
Bambus findet man in Asien, Nord- und Südamerika, in Ozeanien und Afrika.
Inhaltsstoffe:
Kieselsäure, Holzstoff Lignin, Glykoside
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete oder 2 Teelöffel frische Bambusblätter werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und für 3 bis 5 Minuten ziehen gelassen. Dann abseihen und trinken.
Bambus ist eine verholzende Pflanze, die mit einem dünnen unterirdischen Rhizom wächst. Ab Ende Mai erscheinen neue Sprosse über der Erde. Die Halme wachsen nicht horstartig, sondern breiten sich rasenartig aus und erreichen Höhen von 10 bis 20 Metern, in einigen Fällen sogar bis zu 40 Metern. Die Halme sind fast stielrund mit Durchmessern von 5 bis 15 cm und besitzen an den Knoten flache Rinnen. Die Blätter sind länglich und öffnen sich zu schmalen, grauen oder gelben Blattscheiden, die oft abfallen. Phyllostachys reticulata ist für seine Massenblüte bekannt, nach der die oberirdischen Teile absterben, aber die Pflanze sich regeneriert. Blühperioden können mehr als 100 Jahre auseinanderliegen. Die Blütenstände enthalten viele Teilblüten, deren tragende Blätter eiförmig sind.
„Alles beginnt und endet mit dem Bambus“ sagen die Chinesen und nehmen den Bambus als ein Symbol für Bescheidenheit und das Alter, weil er sich durch die Jahreszeiten nicht verändert.
In Japan gilt der Bambus als Pflanze Buddhas und als Ausdruck des Yang, des männlichen Prinzips. Es gibt keine Teezeremonie und kein Ritual, in das nicht Bambus in irgendeiner Form eingebunden ist.
(Auszug aus Die Kräuter in meinem Garten)
Weltweit gibt es mittlerweile über 100 Bambus-Gattungen und rund 1500 Bambus-Arten.
Der Bambus blüht erst nach 60 Jahren, bei manchen Arten sind es erst nach 120 Jahren.
In Dänemark hat man versteinerten Bambus gefunden, der über 50 Millionen Jahre alt sein soll.
🛑 In der Küche ist auch Vorsicht geboten, den rohe Bambussprossen sind giftig. 1 Kilogramm unbehandelte Bambussprossen können bis zu 8 Gramm Blausäure enthalten. Gekocht sind sie hingegen unbedenklich.
In der Küche können junge gegarte Sprossen als Gemüse gegessen werden. Die Sprossen dieser Art sind groß, aber im rohen Zustand bitter und ungenießbar. Um ihren Geschmack zu verbessern und ihre Nährstoffe besser zur Geltung zu bringen, müssen sie in viel Wasser gekocht werden, wobei das Wasser einige Male gewechselt werden sollte, um die Bitterstoffe zu entfernen. Durch das Kochen werden die Sprossen zarter und erhalten eine angenehme Konsistenz, die sie zu einer hervorragenden Beilage zu verschiedenen Gerichten macht. Darüber hinaus sind Sprossen reich an Vitaminen und Mineralstoffen, was sie zu einer gesunden Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung macht. Experimentieren Sie gerne mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern, um den Geschmack der gegarten Sprossen weiter zu verfeinern und Ihre Mahlzeiten aufzupeppen.
Das Holz der Halme wird zur Herstellung von Möbeln und Pflanzenrankgerüsten verwendet. Die ziemlich dickwandigen Halme dieser Art gelten innerhalb der Gattung als am besten geeignet, um für den Hausbau und in der Industrie Gerüste zu bauen, sie werden auch als Bestandteile von Häusern verwendet. Aufgrund ihrer Festigkeit und Flexibilität finden diese Halme auch Anwendung in der Konstruktion von temporären Strukturen, wie zum Beispiel in Gärten oder bei Veranstaltungen im Freien. Gespaltene Halme werden auch zum Flechten von Körben und anderen Gegenständen verwendet, und dieses handwerkliche Geschick hat eine lange Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Zudem kann das verwendete Material in verschiedenen Farben und Oberflächen bearbeitet werden, was es zu einer beliebten Wahl für individuelle Designs macht.
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