Zwiebel (Allium cepa)

Wirkung:

gallensaftbildend, magensaftregulierend, harntreibend, hustenlindernd, antibiotisch, krebshemmend, entwässernd, reizend, antibakteriell, gerinnungshemmend, antiasthmatisch

Anwendungsbereiche:

Reinigt den Darm, tötet Keime und Bakterien, gleicht den Cholesterinspiegel und den Blutdruck aus, Husten, Keuchhusten, Erkältungen, Bronchitis, Schnupfen, Husten, Nasenbluten, schärft das Gehör, Druckstellen an den Füßen, Bienen- oder Wespenstiche, Rötungen der Augen, Potenz steigernd, Nebenhöhlenentzündungen, Asthma, Ohrenschmerzen, Insektenstiche, Wunden, Furunkel, zur Nachbehandlung von Blutergüssen

Verwendete Pflanzenteile:

Zwiebel

Sammelzeit:

Juni bis September

Zu finden:

Im Garten, beim Bauern oder Einkaufsläden.

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle mit Alliin, Allicin, Polysulfide, Kieselsäure, Mangan, Fluor, Magnesium, Kalium, Vitamin E und C, Vitamine der B-Gruppe, Provitamin A, Pektin

Sonstiges:

Die Küchenzwiebel ist eine mehrjährige Pflanze, die jedoch oft ein- oder zweijährig kultiviert wird. Ihre Sprossachse bildet eine flache Zwiebel, die die Grundlage für die bekannten Laubblätter bildet. Diese haben eine weiße Färbung mit grüner Aderung und umschließen sich eng, was zu der speichernden Zwiebel führt. Die grünen Oberblätter wachsen zu hohlen Röhren und entwickeln sich, wenn die Blütenbildung beginnt, gewöhnlich nach der ersten Vegetationsperiode. Der Blütenstand besteht aus 20 bis über 100 Einzelblüten, die vor dem Aufblühen von Hochblättern geschützt sind. Für die Blütenbildung benötigt die Pflanze eine ausreichende Anzahl an Blättern und muss während der Ruheperiode kühlen Temperaturen ausgesetzt sein. Die Nährstoffspeicherung hängt von der Photoperiode ab, was zur Differenzierung von Langtag- und Kurztagsorten führte. Wenn die Lichtverhältnisse ungeeignet sind, kann die Zwiebel zwar wachsen, jedoch unzureichend ausgebildet bleiben. Die Speicherzwiebel entsteht aus normalen Blättern, wobei bei der Küchenzwiebel auch solche vorkommen, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Auf der Oberfläche der Zwiebel werden Knospen gebildet, die im nächsten Jahr wachsen. Die Schalen vertrocknen und bilden eine schützende Hülle für die neue Zwiebel. Bei bestimmten Sorten, wie Schalotten, sind mehrere Knospen für die Vermehrung wünschenswert.

🛑 Bei der Verarbeitung von Zwiebeln und Knoblauch können allergische Kontaktekzeme auftreten.

Zwiebeln darf man nicht bei zunehmenden Mond setzen, sonst schießen sie in die Höhe. Sähen sollte man ihn im Zeichen des Steinbocks.

Der Duft von Rosen wird stärker wenn man eine Zwiebel zu ihnen steckt. Gute Nachbarn der Zwiebel sind Karotten, Gurken, Dill, Salate, Zucchini, Basilikum, Bohnenkraut und Erdbeeren.

In der Küche passen Zwiebeln zu fast allen Gerichten. Man kann den Zwiebellauch oder die Zwiebel roh oder gegart essen. Zwiebelgerichte sind zum Beispiel Zwiebelkuchen oder Zwiebelsuppe.

Das beißende, schwefelhaltige ätherische Öl, das einem beim Schneiden das Wasser in die Augen treibt, sorgt für eine gründliche Reinigung des Darms.

Wenn man viel Lernen muss und es sehr anstrengt sollte man auf die Zwiebel verzichten.

Nährwert pro 100 g Zwiebel:
Brennwert117 kJ (28 kcal)
Wasser88,6 g
Eiweiß1,2 g
Kohlenhydrate4,9 g
Ballaststoffe1,8 g
Fett0,3 g
Vitamine und Mineralstoffe
Vitamin A1 µg
Vitamin B135 µg
Vitamin B220 µg
Vitamin B3200 µg
Vitamin B5170 µg
Vitamin B6150 µg
Vitamin B97 μg
Vitamin C7 mg
Vitamin K1310 µg
Calcium20 mg
Eisen0,23 mg
Magnesium10 mg
Natrium3 mg
Phosphor35 mg
Kalium160 mg
Zink0,22 mg

Die Zwiebel war Heilpflanze des Jahres 2015.

Für einige Tiere (Katzen, Hunde, Rinder, Pferde, Vögel) sind Zwiebeln stark giftig. Die toxische Wirkung wird durch Propyldisulfide und Allicin hervorgerufen und tritt sowohl im rohen als auch gekochten oder getrockneten Zustand auf. Diese Substanzen können im Verdauungstrakt der Tiere freigesetzt werden und folgen, was zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führt. Sie tritt auch bei anderen Alliumgewächsen wie Lauch, Bärlauch oder Schnittlauch auf, die ebenfalls toxische Verbindungen enthalten, die ähnliche Wirkungen hervorrufen können. Die Vergiftungen führen zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen („Zwiebelanämie“) und damit zu einer erheblichen Anämie und dopplter Schwäche bei den betroffenen Tieren. Bei der Katze sind schon 5 g/kg Körpermasse, beim Hund 15–20 g/kg rohe Zwiebeln toxisch, weshalb es für Tierhalter besonders wichtig ist, darauf zu achten, dass ihre Haustiere keinen Zugang zu diesen gefährlichen Lebensmitteln haben. Es sind auch Fälle bekannt, in denen sich Symptome erst nach mehreren Tagen zeigten, was die Diagnose und Behandlung erschweren kann.

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