Senf, Weißer (Sinapis alba)

Wirkung:

hautreizend, appetitanregend, magenstärkend, fiebersenkend, antibakteriell, antimykotisch, verdauungsfördernd, harntreibend, Brechreiz erregend, schleimlösend, reizlindernd, anregend

Anwendungsbereiche:

verhindert Schlaganfall, man bekommt eine helle und gute Stimme, Magenleiden, Gehörschaden, Rheuma, Arthritis, degenerative Gelenkbeschwerden, Brust oder Rückenschmerzen, Bronchialasthma, Bronchitis, Lungenentzündung, Atemwegserkrankungen, Katarrh, chronische Entzündungen, Husten, beugt Infektionen vor, beugt Krebs vor, Halsentzündungen, Frostbeulen, Diabetes

Verwendete Pflanzenteile:

Samen

Sammelzeit:

Juli bis August

Zu finden:

Ursprünglich stammt Senf aus Südeuropa und ist fallweise ausgewildert in der Nähe von Feldern.

Inhaltsstoffe:

Sinalbin, Glykosid, fettes Öl, Schleim

Sonstiges:

Weißer Senf ist ein einjähriges Kraut, was zwischen 30 bis 60 cm hoch wird. Die Blüte hat eine gelbe Blumenkrone mit einem Durchmesser von etwa mehr als 1,25 cm und vier Blütenblättern, die 0,6 bis 1,25 cm lang sind. Sie enthält vier ausgebreitete Kelchblätter und sechs Kronenblätter, 4 lange und 2 kurze. Die wechselständigen Blätter sind gestielt und haben eine grob behaarte Fiederung. Die Stängel sind verzweigt und ebenfalls behaart. Jedes Blatt ist unregelmäßig gefiedert und hat einen unregelmäßigen sägezahnförmigen Rand. Die Endblättchen sind groß und deutlich gelappt. Die Frucht des Weißen Senfs enthält viele kleine runde, hellgelbe Samen.

Die Körner dienen als Schutz gegen böse Geister und sind glücksbringend.

🛑 Senf kann auf der Haut Verbrennungen verursachen, wenn es zu lang drauf ist. Eine Brachialkur sollten auf keinen Fall Kinder unter 6 Jahren machen.

In unserer Küche wird Senf zu Salatdressing, in Suppen, zu Fleisch und Würstchen verwendet. Die reifen Samenkörner werden für die Herstellung des Speisesenfs verwendet. Die Blätter sind auch essbar, schmecken scharf und werden in kleinen Mengen Salaten oder Eintopfgerichten beigemengt. Sie würzen Wurst-, Quark- und Eigerichte. Das Senf-Kraut wird in der indischen Küche wie Spinat verwendet.

Die grünen Pflanzen werden als Tierfutter genutzt. Weißer Senf wird oft schnellwüchsig als Gründüngung angebaut.

Senfpulver ist ein natürliches Deodorant für die Hände.

In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass die Blätter (die Teil traditioneller lokaler Mittelmeerdiäten sind) eine potentielle Anti-Diabetes-Wirkung besitzen.

Bisphenol F (BPF) ist eine chemische Verbindung, die in Kunststoffen verwendet wird und auch in Senf aus weißen Senfkörnern gefunden wurde. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) schätzt die Gesundheitsrisiken von BPF in Senf als gering ein. Eine Laborstudie zeigte, dass BPF während der Senfherstellung entsteht, und eine Kontamination durch Verpackung wurde ausgeschlossen. Über die Toxizität von BPF ist wenig bekannt, sie könnte jedoch ähnlich wie bei BPA sein. In Tierversuchen zeigte die niedrigste Tagesdosis (20 mg/kg Körpergewicht) toxische Wirkungen, während eine nicht toxische Dosis nicht bestimmt wurde. Die durchschnittliche Portion Senf in der Schweiz beträgt etwa 8 g, und die höchste gemessene BPF-Konzentration in Senf war 8,35 mg/kg. Würde jemand 80 g Senf pro Tag konsumieren, wäre die BPF-Aufnahme etwa 2000 Mal niedriger als die toxische Dosis bei Tieren. Das BLV hält diese Marge für ausreichend, um Gesundheitsrisiken von BPF als gering einzustufen. Schwarze und braune Senfkörner, die für würzigen Senf verwendet werden, enthalten kein Sinalbin und bilden kein BPF. (Wikipedia)

Hildegard von Bingen: Er ist gut dem Magen, verzehrt die überflüssige Feuchtigkeit in ihm, fördert die Frauenzeit und den Harn, räumt die Brust, macht wohl Ausräuspern und ist deshalb gut jenen, deren Atem beschwerlich ist.

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Bild: Wikipedia, Famartin, CC BY-SA 4.0

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