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Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)

Schwach giftig


Wurmfarn

Wirkung:

krampflösend, schmerzstillend, entzündungshemmend, antiviral, antibakteriell

Anwendungsbereiche:

betäubt Band- und Spulwürmer, Rachitis, Rheuma, Gicht, Glieder- und Kreuzschmerzen, Venenentzündungen, Krampfadern, Krampfzustände in der Wade, bei Schmerzzuständen, senken Fieber, Erkältungen, Viren, Bakterien, Mumps, innere Blutungen, Uterusblutungen, Furunkel, Wunden, Hautkrankheiten

Verwendete Pflanzenteile:

Kraut und Wurzel

Sammelzeit:

Blätter im Juni und Juli,

Wurzeln im Herbst und Frühjahr

Zu finden:

In fast allen feuchten Mischwäldern, in der Nähe von Gräben, Quellen und Bächen.

Inhaltsstoffe:

Aspidinol, Albaspidin, Filixsäure, Gerbstoffe, Stärke, Bitterstoff, ätherisches Öl

Sonstiges:

Wurmfarn ist ein großer Farn mit anmutigen Farnwedeln. Er wird bis zu 120 cm hoch. Die Pflanze blüht nicht, sondern vermehrt sich durch Sporen und Rhizome. Der langsam wuchernde Wurzelstock bildet an der Bodenoberfläche eine Krone mit einem Ring aus Wedeln. Er wächst recht breit und wird mit der Zeit immer dichter, ein charakteristisches Merkmal. Die stumpfgrünen Blätter stehen in der Regel aufrecht, sind 20 bis 75 cm lang und 10 bis 30 cm breit, wobei die breiteste Stelle in der Mitte liegt. Am Hauptstamm wachsen 20 bis 30 Paare tief geteilter, spitz zulaufender Blättchen. Die Rinde der einzelnen Wedel ist in der Regel nicht sichtbar, hat aber eine dunkelbraune Farbe. Die Pflanze hat keinen Geruch.


🛑 Achtung: Wurmfarn ist ein Lebergift und nicht für den innerlichen Gebrauch gedacht. Wurmfarn sollte nur in Maßen verwendet werden und man sollte vorsichtig mit der Dosierung sein. Wenn ihr euch nicht sicher seit, fragt euren Arzt und Apotheker. Bitte nicht verwenden in der Schwangerschaft, oder bei Herzproblemen. Nicht zusammen mit Öl, Fetten oder Alkohol einnehmen, da dies seine Toxizität erhöht!


Wurmfarn hat große Kraft, selbst der Teufel flieht vor ihm. Er schützt vor Blitzschlag und wer Farn in seinem Beutel trägt, ist vor allem Bösen gefeit. Der Farnsamen bringen Reichtum und Glück bei allen Unternehmungen, wer sie bei sich trägt. Er verleiht Kraft und macht, dass man die Sprache der Tiere versteht.


Früher wurden Wurmkuren mit Hilfe der getrockneten Wurzel gemacht. Die Würmer wurden durch die Wirkstoffe betäubt, aber nicht getötet. Anschließend wurde ein Abführmittel genommen um die Würmer auszuscheiden. Das Abführmittel musste aber mild sein, wegen der Vergiftungsgefahr.


Frisches Farnkraut hält Ungeziefer fern, Wanzen und Schaben meiden die Nähe.


Der Wurzelstock des Wurmfarns ist in Sibirien ein Hopfenersatz beim Bierbrauen.


Hildegard von Bingen: Wer taub ist, sodass er nichts hört, binde Farnsamen in ein Tüchlein und stecke dieses oft in sein Ohr, dann wird er sein Gehör wieder erlangen. Er achtet aber darauf, dass der Farnsamen nicht durch, das Ohr in seinen Kopf dringt.

Anmerkung: Bitte nichts in die Ohren stecken!!!

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