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Weinraute (Ruta graveolens)



Wirkung:

verdauungsfördernd, harntreibend, krampflösend, blutungsfördernd, appetitanregend, hautreizend, schlaffördernd, nervenstärkend, kräftigend, blutdrucksenkend, augenstärkend


Anwendungsbereiche:

reinigt Leber, Niere und Blase, wirkt bei nervösen Störungen, Krämpfen, Schwindelanfällen, Hysterie, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Atemnot, Magenschmerzen, augenstärkend, Augenschwäche, treibt die Nachgeburt aus, Würmer, Bettnässen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Hautausschläge, Rheuma, Gicht, Schwellungen nach Verletzungen


Verwendete Pflanzenteile:

das blühende Kraut von Juni bis September


Sammelzeit:

vor und während der Blüte


Zu finden:

Die Weinraute findet man im Mittelmeerraum selten verwildert an. Sie wächst in Kräutergärten, Klostergärten und in Parks.


Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Furanocumarine, Alkaloide, Rutin, Glykosid, Harz, Bitterstoffe, Apfelsäure, Gummi


Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 5 Minuten ausgezogen. 2 Tassen täglich helfen nach der Erfahrungsmedizin bei den oben angeführten Indikationen.


Die Weinraute wächst zu einer hübschen niederen Hecke heran, die als Einfassung eines Kräuterbeetes dienen kann.


Im christlichen Mittelalter war man sich darüber einig, dass die geweihte Raute das verlässlichste Mittel zur Beschwörung und Austreibung des Teufels war.


Die Weinraute ist eines der neun Kräutern im "Neunkräuterbüschel". Aus neun Kräutern, die unbedingt auch die Raute beinhalten müssen, bindet man einen Orakelkranz.


🛑 Schwangere Frauen sollten auf die Weinraute verzichten, sie kann Fehlgeburten hervorrufen. Empfindliche Menschen bekommen schon beim Pflücken Bläschen auf der Haut. Rautentee kann die Haut bei Sonneneinstrahlung lichtempfindlicher machen und überhaupt sollte man die Pflanze in Maßen und kurmäßig anwenden.


Weinraute wirkt auf den Geschlechtstrieb der Männer negativ aus, bei Frauen ist es genau andersherum dort wirkt es anregend.


Vor dem Schlafengehen kann man eine Messerspitze Weinrautenpulver in etwas Wein einnehmen, das hilft gegen Bettnässen. Geeignet ist dies aber erst für Kinder ab 12 Jahren.


In der Küche kann man 3 bis 4 Rautenblättchen im täglichen Essen geben oder in Suppen oder Gemüsegerichten. Frische und getrocknete Raute kann als sparsames Gewürz genutzt werden. Man würzt damit gekochten Fisch, fetten Hammel, Fleisch- und Käsespeisen, Spinat, Pilze, Kohlgerichte und den Grappa.


Hildegard von Bingen: Sie ist gut gegen trockene Bitterkeiten, die in Menschen wachsen, denen die richtigen Säfte fehlen. Sie unterdrückt die unrechte Hitze des Blutes und vermindert die unrechte Wärme der Melancholie und mäßigt die unrechte Kälte der Melancholie.

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