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Staudenknöterich, Japanischer (Fallopia japonica)


Wirkung:

entzündungshemmend, leicht abführend, immunstärkend, harntreibend, entschlackend, reinigend, fiebersenkend, magenstärkend, wundheilend, menstruationsfördernd


Anwendungsbereiche:

Hautentzündungen, Pilzerkrankungen, Krebs, Erkrankungen von Herz und Blutgefäßen, Menstruationsprobleme, Brandwunden, Furunkeln, Abszesse, giftige Schlangenbisse, akute Hepatitis, Blinddarmentzündung, traumatische Verletzungen


Verwendete Pflanzenteile:

Sprossen, Blätter, Wurzel


Sammelzeit:

Frühjahr bis Herbst


Zu finden:

Stammt aus dem östlichen Asien. Kann auf nährstoffreichen Böden so gut wie überall wachsen.


Inhaltsstoffe:

Anthrachinone, Flavonoide, Resverartrol


Sonstiges:

Japanischer Staudenknöterich ist eine sehr schnellwüchsige, wuchernde und ausdauernde Pflanze, die eine Höhe von 3 bis 4 Metern erreichen kann. Durch seine Rhizome entstehen oft dichte, ausgedehnte Bestände. Die Pflanze kann einen Zuwachs von 10 bis 30 cm pro Tag erreichen. Die hohlen, bambusartigen Stängel sind anfangs aufrecht, bald dann schräg bis waagerecht überhängend und sie sind kahl. Die wechselständig angeordneten Blätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der lange, kahle Blattstiel steht an einer dünnen Ochrea. Die Blattspreite ist eiförmig, leicht ledrig, rau, stumpf bis abgerundet oder spitz, zugespitzt bis bespitzt und ganzrandig. Es hat eine Länge von bis zu 12 cm, selten bis zu 18 cm. Die Oberseite ist kahl, die winzigen Haare auf den Blattadern der Unterseite sind ohne Lupe kaum zu sehen. Die männlichen Pflanzen sind größer, mit größeren Blättern sowie mit aufrechten Blütenständen. Mit der Ausbildung der lockeren, meist rispigen Blütenstände beginnt die Pflanze im August. Diese erscheinen end- oder achselständig, sie sind zusammengesetzt aus vielen kleinen Blütengruppen die jeweils an einem tutenartigen Tragblatt erscheinen. Die kleinen, gestielten Blüten mit einfacher Blütenhülle enthalten fünf ungleiche, weißliche bis rötliche Blütenhüllblätter. Es werden kleine, verkehrt-eiförmige und -herzförmige, dreiflügelige und valvenartige Flügelfrüchte mit breiten Flügeln gebildet.

Im Herbst werden die Blätter gelb und bei Frost stirbt der ganze oberirdische Teil der Pflanze ab. Die sich weit verzweigenden, bald und von Jahr zu Jahr stärker verholzenden Rhizome überleben den Winter problemlos. Sie reichen, obwohl weitgehend horizontal kriechend, oft bis zu 2 m tief in den Boden. Dort scheinen sie manchmal zusätzlich knollenförmige Speicherorgane zu bilden.


In der Küche können die jungen Triebe (bis 20 cm Höhe, im Frühjahr) ähnlich wie Spargel als Pfannengemüse gegessen werden. Wenn sie sehr jung sind, dann können sie sogar so gegessen werden. Im Herbst kann man die Wurzel ausgraben, schälen, wässern und als Kochgemüse zubereiten.


Seit Jahrhunderten wird die Pflanze in ihrer Heimat Japan für Heiltees verwendet, die wie die Pflanze selbst "Itadori" genannt wird.

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