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Sassafrasbaum (Sassafras albidum)


Wirkung:

schmerzlindernd, antimikrobiell, entzündungshemmend


Anwendungsbereiche:

Hautentzündungen, Hautreizungen, Wunden, juckende Insektenstiche, regt die Durchblutung an, lindert Schmerzen, Kopfschmerzen, Regelschmerzen, Krämpfe, Blähungen, starke Monatsblutung, Nierenprobleme, Schwellungen, Flüssigkeitsansammlungen, Diuretikum, Kopfläuse, Arthritis, Gelenkschmerzen und Entzündungen im ganzen Körper


Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Wurzelrinde, schleimige Mark


Sammelzeit:

Rinde im Frühjahr,

Blätter Frühjahr bis zum Herbst


Zu finden:

Im östlichen Nordamerika, in Wäldern, Erosionsgebieten, Brachen und Ruderalflächen in Höhenlagen zwischen 0 und 1500 Metern.


Inhaltsstoffe:

Safrol, ätherisches Öl, Campher, Eugenol, Myristicin, Methyleugenol, Pinen, verschiedene Alkaloide, Lignane, Tannine. Harz


Sonstiges:

Der Sassafrasbaum ist ein laubabwerfender Baum der eine Höhe von 20 bis 35 Metern erreichen kann. Die meisten Teile des Baumes verströmen einen schwachen Zitrusgeruch, wenn sie zerquetscht werden. Der Baum lässt sich an seinen einzigartigen Blattmerkmalen erkennen. Jedes Blatt kann 1 bis 5 Lappen haben, die alle am selben Baum vorkommen. Die bekannteste Form einen Sassafrasbaumblattes sind die zwei- oder dreilappigen Blätter, die wie ein Fäustling aussehen. Er blüht Anfang Frühjahr mit Gruppen von kleinen gelben Blüten, die 5 cm lang werden. Im Herbst bildet er kleine, beerengroße, blaue Steinfrüchte aus, die außen fleischig sind und innen einen kleinen Samen enthalten. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelb, orange, tiefrot und sogar violett, bevor sie abfallen.


🛑 Safrol kann Leberschäden verursachen, ist krebserregend und kann Magenverstimmungen, Erbrechen, erhöhten Blutdruck, Halluzinationen und den Tod verursachen. Es sollte nicht von schwangeren oder stillenden Frauen angewendet werden. Es gibt safrolfreie Sassafrasbaum-Produkte, deren Anwendung unbedenklicher ist. Einige Menschen reagieren allergisch auf den Baum. Bei der Anwendung sollte ein Arzt mit involviert werden.


In der Küche können die Blätter als Verdickungsmittel oder Aromastoff verwendet werden, der Geschmack ist erdig und würzig und ähnelt dem Koriandersamen. Die Anwendung der Wurzel ist in traditionellen Root Beer Rezepten. Die Verwendung der Sassafrasbaumwurzel wurde jedoch 1960 von der Food and Drug Administration (FDA) verboten, nachdem Studien ergeben hatten, das Safrol, möglicherweise krebserregend ist. Safrol ist bei längerem Gebrauch leberschädlich und erhöht die Krebsrate. Bei kurzfristiger Anwendung und bei richtiger Dosis gilt sie als unbedenklich.


Aus der Wurzelrinde und den Früchten lässt sich durch Wasserdampfdestillation Sassafrasöl gewinnen, das 80 % Safrol enthält und als Parfüm und Aromastoff dient.


Safrol liefert auch einen Rohstoff zur Herstellung von MDMA (Ecstasy), der Handel mit Extrakten aus Sassafras ist daher in der EU verboten. In der Schweiz gelten Sassafrasöl und Safrol als so genannte Vorläuferstoffe,[5] die zur Herstellung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen verwendet werden können. Der Bezug ist bewilligungspflichtig und die Verwendung von mehr als 10 g pro Jahr führt zu einer behördlichen Kontrollpflicht[6] im Sinne der Betäubungsmittelkontrollverordnung. (Wikipedia)

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