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Odermennig (Agrimonia eupatoria)


Wirkung:

stoffwechselanregend, entzündungshemmend, stopfend, heilfördernd, leber- und galleanregend, harntreibend, appetitanregend, wurmwidrig, zusammenziehend, adstringierend, antibakteriell

Anwendungsbereiche:

Leber- und Gallenbeschwerden, Husten, Schnupfen, Halsweh, Milz- und Nierenreinigung, Nieren- und Gallensteine, unterstützende Wirkung auf Darmerkrankungen, Gallenschmerzen, Milzleiden, Hals- und Mandelentzündungen, setzt Krebs Heilungsimpulse, Wunden, Erbrechen, Durchfall, Augenschwellungen, Entzündungen, Geschwüren, Zahnfleischentzündungen, Migräne


Verwendete Pflanzenteile:

blühendes Kraut

Sammelzeit:

Anfang der Blüte im Juni

Zu finden:

In höheren Lagen bis etwa 1600 m findet man sie auf Trockenrasen und an sonnigen Waldrändern. Im Garten kann man sie auch gut ansiedeln.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Bitterstoffe, Triterpene, Flavonoide, Kieselsäure, Pflanzensäure, ätherisches Öl

Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel werden mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergossen und für ca. 5 Minuten ziehen gelassen. 3 Tassen pro Tag sind ausreichend. Eine Kur ist wohltuend für Leber und Galle.


Odermennig wächst bis zu einer Höhe von 60 cm. Die dunkelgrüne Staude hat einen rauen Stamm und er ist mit weichen Haaren bedeckt. Die Blätter sind gezähnt und gefiedert. Sie sind an der Basis 17,5 cm groß und werden oben am Stängel kleiner. Seine Wurzeln sind tief verholzte Rhizome. Die Ähren bestehen aus winzigen gelben Blüten. Jede Blüte ist ein Becher mit Reihen von hakenförmigen Borsten am oberen Rand. Die Blüten haben fünf Kelchblätter und fünf gelbe, abgerundete Kronblätter mit jeweils 5 bis 20 Staubblättern. Die Frucht hat hakenförmige Borsten, die sogenannten Kletten, die sich an Tieren festhalten und so die Samen verbreiten.


🛑 Manche Menschen entwickeln einen allergischen Ausschlag bei Sonneneinstrahlung. Odermennig sollte nicht angewandt werden bei einer gerinnungshemmenden Therapie oder bei Blutdruckmedikamenteneinnahme. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte auf die Pflanze verzichtet werden.


Der Odermennig ist eine alte Heil- und Zauberpflanze und gehört als Beigabe im Kräuterbüschel zu Mariä Himmelfahrt (15.08.). Gemeinsam mit Eisenkraut und Enzian wird aus ihr ein Liebestrank zubereitet, um aus einer unwilligen Frau eine willige zu machen. Für Bauern war die Pflanze ein Ernteorakel, Blühte sie spät, so gab es auch eine späte Ernte.


Getrocknete Odermennigwurzel strömen einen köstlichen Duft aus und können in Duftpotpourris gemischt werden, damit holt man sich die Energie der Pflanze ins Haus.


Odermennig wird bis zu 60 cm hoch. Er hat aufrecht und zottig gehaarte Stängel, an denen die gefliederten Blätter, mit einer filzigen Behaarung auf der Blattunterseite austreiben. In der Blütezeit bringt die Pflanze langwüchsige Trauben hervor, an denen die goldgelben Blüten stehen.


Agrimony ist die 1. Bachblüte und ist die Blüte der Ehrlichkeit und führt von der scheinbaren Harmonie zum wirklichen inneren Frieden. Sie gehört zu Menschen, die sich gern ablenken, um sich nicht mit Disharmonien und Streit abgeben zu müssen.


Hildegard von Bingen: Zerstoße den Odermennig in einem Mörser und lege dieses abends auf die Augen, wenn sie verdunkelt sind, dann binde ein Tuch darüber. Gib aber Acht, dass nichts ins Auge eindringt und es wird auf die Verdunkelung einwirken und macht die Augen klar.



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