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Natternkopf (Echium vulgare)

Schwach Giftig


Wirkung:

harntreibend, schweißtreibend, heilend, diuretisch, entzündungshemmend, adstringierend, antirheumatisch

Anwendungsbereiche:

Husten, Lungenerkrankungen, als Wundauflage oder Pflaster bei Abszessen und Furunkeln, Diuretikum, Fieber, Kopfschmerzen, Brustbeschwerden, Schlangenbisse, Rheuma, Verstauchungen

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten

Sammelzeit:

Juni bis August

Zu finden:

An trockenen, heißen Straßenrändern und zwischen den Autobahnen. Er liebt Trockenrasen und ausgedörrtes Ödland.

Inhaltsstoffe:

Pyrrolizidin-Alkaloide, Cynoglossin, Consolidin, Cholin, Schleimstoffe, Allantoin, Fettsäuren

Sonstiges:

Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine meist zweijährig, selten kurzlebig mehrjährige Pflanze und sie kann zwischen 20 bis 150 cm hoch werden. Die schwarze, rot schimmernde Pfahlwurzel kann bis zu 81 cm in den Boden ragen. Im ersten Jahr wird eine grundständige Blattrosette gebildet. Je nach Standortbedingungen werden ab dem zweiten Jahr ein bis mehrere Stängel gebildet. Der aufrechte, meist reichverzweigte Stängel ist steif und mehr oder weniger stielrund. Auf den oberirdischen Pflanzenteilen werden sowohl stechende Borstenhaare, die sich auf roten, schwarzen oder weißen Knötchen befinden, als auch anliegende, kurze weiche Trichome gebildet (Indument).Wenn Knötchen vorhanden sind, wirken die Stängel und Laubblätter punktiert. Die Blätter sind plus minus dicht in einer grundständigen Rosette und wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Bei den Grundblättern und den unteren Stängelblättern ist die einfache Blattspreite elliptisch bis lanzettlich oder linealisch-lanzettlich. Sie verschmälert sich zur Spreitenbasis hin und geht in einen Blattstiel über. Nach oben hin werden die Stängelblätter allmählich kleiner. Die oberen Stängelblätter sind sitzend mit gerundetem Blattgrund oder etwas stängelumfassend und ihre Blattspreite ist schmal-lanzettlich. In einem bei einer Länge von bis zu 50 Zentimetern zylindrischen bis kegelförmigen Gesamtblütenstand in Form einer Thyrse befinden sich viele abstehende, einfache Wickel und enthalten viele Blüten in zwei Reihen. Die Tragblätter sind schmal-lanzettlich. Unter jeder Blüte befindet sich ein Deckblatt. Die Blüte ist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und im Gegensatz zu den Blüten der meisten anderen Boraginaceen schwach zygomorph. Die fünf Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und die fünf Kelchzipfel weisen während der Anthese eine Länge von 5 bis 7 Millimetern auf und verlängert sich bis zur Fruchtreife auf bis zu 10 Millimeter und linealisch-lanzettlich; sie sind außen kurz ausgebreitet behaart. Die fünf Kronblätter sind selten weiß, meist zuerst rosafarben bis violett, später färben sie sich blau bis himmelblau. Charakteristisch ist die tief und breit schief trichterförmige, leicht gekrümmte Kronröhre, die rachenförmig fast zweilippig mit fünf ungleichen Kronzipfeln endet. Die Kronoberlippe ist größer als die -unterlippe. Die Kronzipfel haben ein gerundetes oberes Ende. Die Blütenkrone ist außen anliegend, kurz und lang behaart und innen fast kahl bis auf einige Trichome rund um den Ring aus Nektardrüsen. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli.


🛑 Sie hat bei längerem Gebrauch eine leberschädigende und karzinogene Wirkung. Die Blätter sind giftig. Es wurden noch nie Vergiftungsfälle dieser Pflanze festgestellt. Die borstigen Haare auf den Blättern und Stängeln können schwere Dermatitis verursachen.


Die Pflanzenteile des Gewöhnlichen Natternkopf sind für kleinere Warmblüter durch den Gehalt an Allantoin und durch Pyrrolizidinalkaloide, z. B. Heliosupin, giftig. Beim Menschen besteht kaum Vergiftungsgefahr. Schafe neutralisieren die Inhaltsstoffe in ihren Vormägen.


Damals waren die Anwendungsmöglichkeiten üblich, heute gibt es dafür bessere Pflanzen.


In der Küche können die kleinen blauen Blüten jeden Salat aufwerten. Die jungen Sprosse und zarten Blätter können in Salate und wie Spinat zu den verschiedensten Gemüsegerichten gegeben werden.


Nach der Sonnenmethode nach Bach kann man eine Blütenessenz herstellen, die das innere Gleichgewicht und die Verwurzelung stärken.


Das Echiumöl wird aus den Samen des Natternkopfs gewonnen, das in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie Verwendung findet. Als Nahrungsergänzungsmittel wird das Öl bei Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren Bedarf angewandt.

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