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Nachtschatten, Bittersüßer (Solanum dulcamara)

Giftig


Nachtschatten

Wirkung:

zusammenziehend, antimikrobiell, schleimhautreizend

Anwendungsbereiche:

bei allen Erkrankungen bei denen Entgiftung eine Rolle spielt, Lungenkrankheiten, Keuchhusten, Asthma, Gicht, Rheumatismus, Hauterkrankungen, Hautschäden, chronischen Ekzemen, Schuppenflechte, Neurodermitis, Herpes (Lippenbläschen), juckende Ausschläge, Gelenksrheumatismus, Gerstenkörner

Verwendete Pflanzenteile:

Stängel der 2- oder 3-jährigen Pflanze

Sammelzeit:

Frühjahr oder später Herbst

Zu finden:

An feuchten, schattigen Stellen an Bachufern, im Gebüsch, Auwäldern, Quellgebieten und Mooren, auch an alten Mauern und bei Ruinen.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide, Solanin, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Steroidsaponine, Zucker

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Über den Tag verteilt trinken.


Die Tagesdosis vom Nachtschatten soll für einen Erwachsenen nicht höher als 1 bis 2 g sein! Vor der Anwendung sicherheitshalber mit einem Fachmann (Arzt) Rücksprache halten!


Im alten Volksglauben meinte man, damit Dämonen und Hexen bannen zu können.


🛑 Zwar haben die reifen Beeren im Verhältnis zum Kraut und den grünen Beeren den geringsten Alkaloidgehalt, trotzdem ist der Genuss von etwa 10 Beeren in der Literatur als tödliche Dosis angegeben.


Hildegard von Bingen: Wer an Herzweh leidet oder ein schwaches Herz hat, der koche mäßig Nachtschatten in Wasser und nach dem Ausdrücken lege er ihn ganz warm auf das Herz und es wird ihm besser werden. Und wer Zahnweh hat, der wärme ihn in Wasser und lege ihn warm auf die Kinnlade, dort, wo es schmerzt, und der Schmerz wird weichen. Und wenn die Füße anschwellen, so lege er das in Wasser erwärmte Kraut über die Schwellung und sie wird zurückgehen. (Wahrscheinlich ist der Schwarze Nachtschatten gemeint.)


Nachtschatten

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