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Mond, Sterne, Morgenröte und der Regen


Mond, Sterne, Morgenröte und der Regen

Der Mond



Der Mond und das Beschneiden und Pflanzen von Bäumen und Wein­stöcken



„... Das Beschneiden und Pflanzen erfolgt besser bei abnehmendem als bei zunehmendem Mond …wegen des aufsteigenden und überschüssigen Saftes beim zunehmenden Mond, schlagen sie nicht so gut Wurzeln und wachsen nicht so gut heran und kümmern dahin …und viel Saft fließt aus ihnen heraus...“


Die Regel nach Hildegard: Schneiden Sie im März ihre Bäume und Weinstöcke bei abnehmenden Mond, damit sie nicht zu sehr Saft verlie­ren und mehr Fruchtfülle aufweisen können. Das Pflanzen von Bäumen erfolgt das ganze Jahr immer bei abnehmendem Mond, um so besseres Wurzelwachstum zu fördern.



Der Mond und sein Einfluss


„...Wenn der Mond zunimmt und voll wird, dann vermehrt sich auch das Blut im Menschen, und wenn der Mond abnimmt, dann nimmt auch das Blut im Menschen ab. Wenn nämlich das Blut im Menschen bis zum vollen Stand zugenommen hat und wenn es dann im Menschen nicht wieder abnehmen würde, würde er ganz und gar zerbersten.“


Diese Erklärung Hildegards zeigt, wie sehr der Menschen als Mikrokos­mos einen Teil des gesamten Kosmos darstellt, mit den gleichen natürli­chen Gesetzmäßigkeiten: Der Mond sorgt nicht nur für Ebbe und Flut in den enormen Wassermengen des Ozeans, sondern wirkt auch im mensch­lichen Körper.



Die Obst- und Gemüseernte


„...als Obst und Gemüse, das bei zunehmendem Mond geerntet wird und das Fleisch vom Vieh, das zu dieser Zeit geschlachtet wird, hat einen größeren Nährwert, weil es dann voll Saft und Blut ist ...Eine Ausnahme macht man dann, wenn es länger halten soll … dann das Gemüse und Obst zu ernten und das Vieh zu schlachten, wenn der Mond abnimmt, damit es sich um so länger halten kann...“


Die Regel nach Hildegard ist:


Obst und Gemüse, das gelagert werden soll, bei abnehmendem Mond ern­ten.


Obst und Gemüse, das gleich weiterverarbeitet wird, bei zunehmendem Mond ernten.


Saatgut für Gemüse bei abnehmendem Mond ernten.


Saatgut für Gewürze und Salat bei zunehmendem Mond ernten.



Der Mond und das Fällen der Bäume


„...Auch in den Bäumen … nimmt der Saft bei zunehmendem Mond zu und bei abnehmendem Mond ab. Daher werden sie, wenn sie bei zuneh­mendem Mond gefällt werden … mehr vom Ungeziefer und vom Holz­wurm zerfressen, als wenn sie bei abnehmendem Mond gefällt wür­den...“



Der Mond und das Sammeln von Kräutern


„Wenn edle, gute Kräuter bei zunehmendem Mond vom Erdboden abge­schnitten oder mit den Wurzeln aus der Erde gezogen werden, wenn sie in vollem Saft stehen, eignen sie sich besser zur Zubereitung von Latwer­gen, Salben und jeder Medizin als wenn man sie bei abnehmendem Mond sammelt.“


Also Kräuter zur Herstellung von Heilmitteln immer bei zunehmendem Mond ernten!



Die Sterne


„Die Sterne lassen manchmal viele Zeichen an sich sehen, je nachdem, was die Menschen gerade tun und wie sie sich dabei verhalten. Aber sie offenbaren weder die Zukunft noch die Gedanken der Menschen, son­dern nur das, was der Mensch bereits als seine Absicht kundgetan hat oder in Wort und Tat kundtut, weil dies die Atmosphäre aufnimmt. Sie teilt es den Sternen mit, und sie offenbaren auf diese Weise sogleich die Werke des Menschen. Gott schuf die Sterne zum Dienst am Menschen...“


Hildegard sagt damit ganz klar, dass es keine Astrologie, also Deutung aus den Sternbildern, gibt. Hildegard von Bingens „Astronomie“ ist eine ganz präzise Deutung des jeweiligen Jahresteils (Monat) und des damit über­tragenen Charakterzuges, den jener Mensch erhält, der in diesem Monat geboren ist. Hildegard meint aber auch, dass alle Worte und Taten wie Wellen in die Atmosphäre gehen, um dann zu zurückzukehren, gute wie böse.



Die Morgenröte


„Dass die Sonne am Morgen, wenn sie aufgeht, rot ist, kommt von der Kälte und Feuchtigkeit der Atmosphäre... Ähnlich ist es spät am Tag, wenn die Sonne gegen Abend rot ist. Dies kommt von der Kälte in der At­mosphäre, weil dann die Sonne im Ozean versinkt.“



Der Regen


„Der Regen, der plötzlich und in heftigem Guss auf die Erde fällt, ist schädlich und schädigt den Erdboden und die Früchte der Erde, weil er gewisse Schadstoffe enthält. Mäßiger Regen ist nützlich, bewässert die Erde und bewirkt, dass sie Früchte hervorbringt, weil er sanft und im Hinblick auf den Nutzen und die Fruchtbarkeit rein und sauber ist.“

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