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Labkraut (Galium verum)


Labkraut

Wirkung:

krampflösend, wassertreibend, harntreibend, wundheilend, hautreinigend, nervenberuhigend, drüsenanregend, schleimlösend, krebsfeindlich, steinlösend, blutreinigend

Anwendungsbereiche:

unterstützt die Ausscheidung von Giften und Abfällen im Lymphsystem, Harnwege, Katarrhen, geschwollene Knöchel, Krämpfe, Epilepsie, Kropfleiden, Drüsenbeschwerden, Nierenleiden, Nervosität, Depressionen, schlecht heilende Wunden, krebsartige Geschwüre, Brustkrebs, Sonnenbrand, Verbrennungen, Aknepickel, Krampfadern


An der Universität Würzburg werden präklinisch Extrakte für die Krebstherapie erforscht.


Verwendete Pflanzenteile:

Blühendes Kraut


Sammelzeit:

Anfang der Blütezeit (Juli bis August)


Zu finden:

Früher gedieh es häufig auf trockenen Wiesen, Abhängen, an Böschungen und Waldrändern. Gelbes und weißes Labkraut sind aber in der Zwischenzeit mancherorts schon recht dezimiert. Wo immer möglich, sollte man es wiederum ansiedeln.


Inhaltsstoffe:

Labferment, Kieselsäure, Gerbstoff, ätherisches Öl, Zitronensäure, Glykosid, Aucubin, Flavonoide


Sonstiges:

☕Tee: 2 Teelöffel Labkraut werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. 3 Tassen Tee pro Tag sind ausreichend.


Das Echte Labkraut ist eine ausdauernde Pflanze und sie kann zwischen 20 bis 70 cm hoch werden, selten sogar bis zu 1 Meter. Es werden ober- und unterirdische Ausläufer gebildet. Der rundliche Stängel ist aufrecht oder aufsteigend bis niederliegend wachsend, er ist abstehend kurz behaart und besitzt oben vier erhabene Leisten. Die Blätter sind zu sechst bis zwölft im Quirl angeordnet. Die Blattspreiten sind schmal linealisch, nadelförmig, gefurcht, am Rand zurückgerollt und einnervig oder undeutlich nervig sowie unterseits weichhaarig. Die Blüten sind rispigen Blütenständen angeordnet. Die relativ kleinen Blüten riechen intensiv nach Honig. Die gold- bis zitronengelbe Krone ist radförmig; die Kronzipfel sind kurz bespitzt, nicht grannenspitzig. Die Blütezeit ist von Mai bis September. Die Frucht ist glatt.


Wie andere Galium-Arten enthält das Echte Labkraut das Labferment, das bei der Käseherstellung genutzt wird. Heute hat man allerdings andere Quellen für das Labferment. Doch für die Herstellung von englischem Chesterkäse wird das Kraut noch heute genutzt. Die Farbstoffe der Blüten geben dem Chesterkäse seine gelblich-orange Farbe und sind verantwortlich für den besonderen Geschmack. (Wikipedia)


Labkraut ist häufig Bestandteil des Kräuterbüschels, das zu Mariä Himmelfahrt (15. August) geweiht wird. Nach der christlichen Legenden bettete Maria das Jesuskind auf Labkraut, denn nur dieses ließ der Esel unberührt.


Labkraut wächst nur an besonderen Plätzen, die eine gewisse Glücksenergie ausstrahlen, also dort, wo uns die Erde liebt. An diesen edlen Stellen stärkt das Kraut durch sein Gedeihen unseren persönlichen Schutzengel.


In England/Schottland wird die Pflanze heute noch als Färbemittel eingesetzt. Aus der Wurzel kann ein roter Farbstoff gewonnen werden und aus den Blüten ein gelber.


Wenn Labkraut besonders intensiv duftet, kommt es zu einer Schlechtwetterperiode. Für die nach Heu riechende Duftschale Labkraut, Waldmeister und Steinklee mischen.


Hildegard von Bingen: Die Blumen, zerstoßen und übergelegt, heilen, was vom Feuer versehrt ist. In der Nase gebracht, stillen sie das Bluten derselben, und auch sonst aufgebracht, stillen sie das Blut. Ein Fußbad damit, zieht die Müdigkeit aus.

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