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Klatschmohn (Papaver rhoeas)

Leicht Giftig

Klatschmohn

Wirkung:

schlaffördernd, schleimlösend, erweichend, schmerzlindernd, leicht narkotisch, beruhigend

Anwendungsbereiche:

Einschlafproblemen, Husten, Heiserkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Läuse, Nissen, als Beruhigungsmittel für Kleinkinder bei Schmerzen, Schmerzen

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten und Samen

Sammelzeit:

Juni bis Juli

Zu finden:

Als Ackerunkraut kommt sie nur noch selten vor, meist findet man sie auf offenen Böden. Auf Brachland, wo keine andere Pflanze wächst, fühlt sie sich wohl.

Inhaltsstoffe:

Linolsäure, fettes Öl, Alkaloid Rhoeadin (schwach giftig), Berberin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Anthocyan-Glykosid

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Esslöffel Blütenblätter werden mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Dann abseihen und mit Honig gesüßt trinken.


Der Klatschmohn ist eine ein- bis zweijährige Pflanze und hat eine Höhe von 20 bis 90 cm. Der verzweigte Stängel ist dünn und behaart. Er hat im Stängel Milchsaft. Die lanzettlichen, einfach bis doppelt fiederschnittigen mit grob eingeschnittenen bis scharf gesägten Blätter sind rau und borstig behaart und haben eine Länge von 15 cm in etwa. Die Blüten stehen einzeln und endständig auf dem Stängel. Klatschmohn hat vier Kronenblätter die scharlach- bis purpurrot, selten weiß oder violett sein können. Im unteren Bereich der Kronenblätter ist ein großer schwarzer Fleck der weiß umrandet ist. Sie sind sehr dünn und ähneln ein wenig geknittertes Papier. In der Blüte sind circa 164 Staubblätter. Die Narbenscheibe ist kurz und kegelförmig und besitzt meist 10 Narbenstrahlen. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Kapselfrucht enthält einige 100 Samen.


🛑 Klatschmohn ist für Säugetiere giftig, vor allem der Milchsaft. Die jungen Blätter vor der Blütezeit, Blütenkronblätter, die jungen grünen Früchte und Samen sind mäßig verwendet unbedenklich. In zu großen Mengen eingenommen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen, zentralnervöse Erregung, Unruhe, epileptiforme Krämpfe und Bewusstlosigkeit.


In der Küche kann man die jungen Blätter vor der Blüte in Salaten verwenden. Die roten Blütenblätter eignen sich als essbare Dekoration, auch die noch grünen Früchte können gegessen werden.


Der Klatschmohn wurde als Liebesorakel verwendet. Es wurde auf seine Blütenblätter eingeschlagen und je lauter der Knall war, desto größer war die Liebe.


Die Pflanze hat mit dem Schlafmohn, aus dem Opium gewonnen wird nichts gemeinsam, aber der Klatschmohn liefert traumgebende Alkaloide.


siehe auch Mohn



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