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Kalter Auszug (Kaltmazerat)


Kalter Auszug

Man gibt die Droge in ein Gefäß mit kaltem Wasser und lässt es bedeckt 8 - 12 Stunden (z.B. über Nacht) bei Zimmertemperatur ziehen. Vor dem Genuss kann der Tee auf Trinktemperatur erwärmt werden. Dies ist ein besonders schonendes Auszugsverfahren, das jedoch nur bei einigen wenigen Drogen angewandt werden kann, weil die Lösekraft kalten Wassers meist nicht ausreicht. Bei manchen Drogen, z. B. bei der Eibischwurzel, ist der kalte Auszug vorzuziehen, weil bei Bereitung mittels heißem Wasser das Pektin gelöst und die in der Wurzel enthaltene Stärke verkleistern würde. Auch Sennesblätter müssen mit kaltem Wasser bereitet werden, weil sich bei Heißaufguss Inhaltsstoffe lösen würden, die Leibschmerzen verursachen können.


In der Phytotherapie werden Kaltwasserauszüge angesetzt, um vor allem Schleimstoffe und Ätherische Öle aus den betreffenden Heilpflanzen zu lösen. Dazu wird das zerkleinerte Pflanzengut mit kaltem bis lauwarmem Wasser übergossen. Je nach Pflanze lässt man den Auszug bis zu zwölf Stunden stehen und seiht ihn anschließend ab.

Kaltwasserauszüge werden auch von Gärtnern zur Gewinnung von umweltverträglichen Schädlingsbekämpfungsmitteln angesetzt. Besonders bewährt haben sich Auszüge von Brennnesseln.

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