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Herzleiden - Hildegard von Bingen


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Herzleiden - Hildegard von Bingen

Herzschmerzen durch Rohkost


„... denn die schädlichen Säfte, die von der Leber fliehen, streben zur Milz und zum Herzen und machen diesen Organen zu schaffen … Wenn ein Mensch rohes Gemüse oder andere rohe Speisen zu sich genommen hat, die weder auf dem Feuer noch mit irgendeinem Gewürz zubereitet wurden, können sie in seinem Magen nicht leicht gar werden … und so senden sie auch einen schädlichen Brodem zur Milz. Dadurch wird die­se aufgebläht, schwillt an und wird wund. Durch ihre schmerzhafte Schwellung bereitet sie auch dem Herzen Schmerzen...“


Man sollte also nach Hildegard die Nahrungsmittel nie roh genießen. Sa­late, die mit Essig gebeizt werden, sind nicht mehr roh. Viele Herzpati­enten haben ihr Herzleiden durch diese aufgeblähte Milz, deren Ursache oft Rohkost ist.



Die große Herzkur – Teil 1: Die Griechenkleepillen


„Wenn schädliche Säfte in den Eingeweiden und in der Milz des Men­schen überhand genommen und dem Herzen durch die Schwarzgalle viele Leiden gebracht haben, nehme er die gleiche Gewichtsmenge Gal­gant und Bertram, ein Viertel von jedem einzelnen von ihnen weißen Pfeffer oder, wenn er weißen Pfeffer nicht zur Verfügung haben sollte, viermal so viel Pfefferkraut und verarbeite das Ganze zu Pulver. Dann nehme er Bohnenmehl, gebe das erwähnte Pulver hinzu und mische al­les mit dem Saft vom Bockshornklee, aber ohne Wasser, Wein oder eine andere Flüssigkeit. Dann forme er aus all dem kleine Kuchen und lasse sie in der Sonnenwärme trocknen... Dann soll er diese kleinen Kuchen sowohl nach dem Frühstück als auch nüchtern essen...“


Zwei Griechenkleepillen nimmt man die ersten 10 Tage nach dem Essen ein, dann einige Zeit vor und nach dem Essen jeweils zwei Pillen. Zur vollständigen Herzkur sollte man zusätzlich den Herzsaft (Fencheltrank) und das Griechenkleepulver nehmen.



Die große Herzkur – Teil 2: Der Herzsaft (Fencheltrank)


„Dann nehme er Süßholz, Fenchel fünfmal soviel, Zucker in der Ge­wichtsmenge des Süßholzes und ein wenig Honig, mache daraus einen Trank, nämlich den Lautertrank und trinke ihn sowohl nach dem Frühstück als auch nüchtern gegen das Herzweh!“


Diesen süßen Saft trinkt man am besten nach den Griechenkleepillen. So nimmt die Süße des Herzsaftes die Schärfe der Pillen.



Die große Herzkur – Teil 3: Die Griechenklee-Pulvermischung


„Also nimm weißen Pfeffer, ein Drittel davon Kümmel und halb soviel Bockshornklee wie Kümmel, verarbeite das zu Pulver und iss es langsam mit einem Bissen Brot sowohl nüchtern als auch nach dem Frühstück, bevor du im Herzen eine Schwäche fühlst oder dort der Schmerz einsetzt!“


Von diesem Pulver gibt man eine Messerspitze voll auf das Brot und kaut es langsam. Wenn man die große Herzkur, bestehend aus Griechenklee­pillen und -pulver sowie dem Fencheltrank anwendet, spürt man oftmals schon nach einer kurzen Zeit eine deutliche Verbesserung des Herzlei­dens, sollte sie aber unbedingt – das hat die Praxis gezeigt – bis zu 9 Monate durchführen.



Die Meerrettich-Galgantmischung – ein Herzpulver


„Und wenn der Meerrettich grün ist, soll er in der Sonne getrocknet wer­den, und dem werde Pulver von Galgant in gleichem Gewicht beigege­ben. Und wer Herzweh hat, der esse dieses Pulver nach dem Essen und nüchtern mit Brot, und es wird ihm besser gehen.“

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