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Frauenmantel (Alchemilla xanthochlora syn. Alchemilla vulgaris)


Frauenmantel

Wirkung:

harntreibend, magenstärkend, wundheilend, stopfend, entzündungshemmend, blutreinigend, milchfördernd, menstruationsregelnd, stark zusammenziehend, rötungslindernd, entkrampfend

Anwendungsbereiche:

Stärkt die Gebärmutter, hilft bei allen Frauenleiden, schmerzhafte Menstruation, Geschwüre, Unterleibsentzündungen, Weißfluss, Fettleibigkeit, Blutarmut, Fieber, Durchfälle, Eiterungen, macht das Blut dünnflüssiger und reinigt es, Krampfadern, stärkt Bänder und Gewebe, bei gestörter Scheidenflora durch Pilzerkrankungen, Neigung zu Fehlgeburten, Eierstockentzündung, Wechseljahresbeschwerden, nach der Geburt regt es die Milchbildung an, Gebärmuttervorfall, unreiner Haut, bei Stich-, Stoß- und Schnittwunden, Zahnweh, Hautrötungen, Halsschmerzen, Husten

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und blühendes Kraut

Sammelzeit:

Frühjahr bis Herbst

Zu finden:

In Fettwiesen und -weiden, an Bachufern und Gräben häufig zu finden.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Salicylsäure, Harz, Lecithin, Öl, Phytosterine, Saponine, Tannine, Flavonoide, Glykoside

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Esslöffel Kraut wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ausgezogen oder kalt zugestellt und bis zum Sieden erhitzt. Man trinkt bis 3 Tasse täglich.


Der Frauenmantel ist eine andauernde Pflanze und sie kann zwischen 10 bis 60 cm hoch werden. Sie ist eine Halbrosettenpflanze und hat ein Rhizom als Wurzel. Die Hauptachse vom Stängel kann 3 bis 15 mm dick werden. Die Primärblätter sind fünflappig. Die Grundblattspreiten sind nierenförmig oder seltener kreisförmig. Sie sind horizontal bis schwach trichterig, schwach faltig bis eben und selten wellig. Ihr Oberseite ist grasgrün und glänzend und die Unterseite ist hell graugrün. Es sind meist 15 bis 29, selten 13 oder 14 Zähne vorhanden. Am Grund sind die Lappen ungezähnt. Eine Behaarung ist auf der Blattoberseite am Rand und in den Falten vorhanden, in seltenen Fällen auch nur auf den Zähnen. Die ersten Blätter sind manchmal kahl, dagegen können die Blätter im Sommer oft überall behaart sein. Die Nebenblätter sind lange frisch, grünspitzig und besitzen 4 bis 10 Zähne. Die Öhrchen sind frei. Die Blattstiele sind ziemlich dicht mit steif waagerecht abstehenden Haaren bedeckt. Der Stängel ist kurz aufsteigend bis aufrecht. Die größten Stängelblätter sind 7- bis 9-lappig. Die Lappen der obersten sind meist lang und schmal 6- bis 10-zähnig. Der Blütenstand ist sehr locker und sparrig an großen Pflanzen. Die Blüten sind grün bis gelbgrün und die Kelchbecher sind meist kahl, einzelne können eine spärliche Behaarung aufweisen. Reif sind sie kugelig bis kurzglockig, oben gleich breit und unten meist abgerundet. Die Kelchblätter sind dreieckig bis halbeiförmig, spitz und nur sehr selten leicht behaart. Zuletzt sind sie aufrecht-spreizend bis aufrecht. Die Außenkelchblätter sind stärker spreizend und lanzettlich bis eiförmig. Blütezeit ist von Mai bis August, teilweise bis Oktober sogar. (teilweise Wikipedia)


Frauenmantel war den germanischen Frauen heilig und der Göttin Freya geweiht. In christlichen Zeiten wurde das Kraut dann als Pflanze der Jungfrau Maria zum Symbol für alle Schutzsuchenden. Besonders heilkräftig ist die an den Marientagen gesammelte Pflanze.


Das Kraut ist das richtige Kraut für eine Kur in der letzten Zeit der Schwangerschaft. Etwa 3 bis 4 Wochen vor der Geburt soll damit begonnen werden, dann sind die Beckenorgane sanft gestärkt und auf die Geburt eingestimmt. Nachdem das Baby da ist, den Auszug weitertrinken, eventuelle kleine Risse und Verletzungen haben so die Chance, besser auszuheilen.


Mit der Blüte kann Wolle gelb gefärbt werden. Gibt man im Färbeprozess Eisensulfat hinzu, kann eine Grünfärbung erzielt werden.


Die Alchemisten haben den abgesonderten Wassertröpfchen (Guttationstropfen) Zauberkraft zugesprochen.


In der Küche kann man die Blüten als essbare Dekoration nehmen und die jungen Blätter bereichern roh oder gegart Gemüsegerichte.

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