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Die Gewürze und Öle - Hildegard von Bingen


Die Gewürze und Öle - Hildegard von Bingen

Die Gewürze



Das Salz


„Das Salz ist sehr warm, etwas feucht und zu vielerlei nützlich. Wenn der Mensch Speisen ohne Salz isst, so wird er innerlich schlapp (lau). Isst er sie aber mäßig mit Salz temperiert, stärkt und heilt es ihn. Zu stark gesalzene Speisen machen ihn innen trocken und schädigen ihn, denn zu viel Salz trocknet die Lunge aus, weil diese nach Feuchtigkeit ver­langt. Auch greift das Salz dann auf die Leber über und verletzt sie et­was, obwohl die Leber stark ist und mit dem Salz fertig werden kann. Darum soll der Mensch jede Speise so salzen, dass das Salz nicht vor der Speise herausschmeckt.“


Beim Salzen ist wieder „Maßhalten“ angesagt. Hildegard zeigt uns, dass der mäßige Salzgenuss wichtig für den Körper ist.



 

Die Gewürze und Öle - Hildegard von Bingen

Die Öle



Das Leinöl


„... Der Lein ist warm und taugt nicht zum Essen...“



Das Kürbiskernöl


„Die Kürbisse sind trocken und kalt und wachsen von der Luft. Und sie sind für Kranke und Gesunde gut zu essen.“



Das Distelöl


„... Die Kranken aber schädigt sie (die Distel) sowohl gekocht als auch roh, weil sie Mattigkeit in ihnen erregt.“



Das Nussöl


„Das aus den Nüssen gepresste Öl ist warm und es macht das Fleisch der davon Essenden fett und macht sie fröhlich; aber davon nimmt der Schleim zu, so dass er die Brust des Menschen mit Sekret, d. h. Schleim füllt.“


Von diesen Pflanzenölen taugt in der Küche am besten das Kürbiskernöl und mit Einschränkung das Nussöl.

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