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Brunnenkresse (Nasturtium officinale)


Wirkung:

blutreinigend, menstruationsfördernd, verdauungsfördernd, empfängnisfördernd, fiebersenkend, entschlackend, harntreibend, abführend, schleimlösend

Anwendungsbereiche:

Arthritis, Flechten, Ausschlag, Ekzeme, Dermatitis, chronische Hautkrankheiten, bei Hautunreinheiten, Pickel, Mitessern, Entzündungen im Mundbereich, Mundsoor, geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, Kropf, Katarrh der Atemwege, Husten, Bronchitis, Menstruationsstörungen, Fieber, Gelbsucht, Wassereinlagerungen, zur Blutreinigung, Blutarmut, Schwächezustände, Leber- und Gallenleiden, Nierensteine, Verstopfungen, Haarausfall, stärkt das Immunsystem, Tuberkulose, Kopfschmerzen, Angstzustände, Hitzewallung, Rheuma, Gicht , Arthritis

Verwendete Pflanzenteile:

das ganze Kraut

Sammelzeit:

vor der Blüte

Zu finden:

Kommt in sauberen, gleichmäßig temperierten, fließenden Gewässern vor. Besonders bei Quellen und kleinen Bächen, Sammelorte, die sich in der Nähe von Viehweiden (Kühe oder Schafe) befinden. Nicht sammeln wenn die Tiere darin, darüber etc. gelaufen sind!!!

Inhaltsstoffe:

Vitamin A, B, C, D, E, Jod, Glukonasturtin, Kalium, Eisen, Arsen, Bitterstoffe, Senföl

Sonstiges:

☕ Tee: 1 gehäuften Teelöffel des getrockneten Krautes mit einer Tasse (200 Milliliter) heißem Wasser übergießen und ungefähr 10 Minuten ziehen lassen. Dann durch ein Sieb abgießen bzw. abseihen. Warm und schluckweise trinken.


Die Brunnenkresse wächst als wintergrüne, krautige Pflanze meist im Wasser und wird 15 bis 80 cm groß. Die Blätter der Pflanze sind zusammengesetzt und bestehen aus 3 bis 7 gewellten, ovalen Blättchen, die an einem zentralen Stiel wachsen. Die würzig scharfen Blätter haben einen starken Geschmack nach Pfeffer. Sie sind 5 bis 12,5 cm lang. Die Blüten befinden sich an der Spitze der Stängel und sind weniger als 0,5 cm lang mit vier weißen Blütenblättern. Die Früchte der Brunnenkresse sind dünn, leicht gebogen, weniger als 2,5 cm lang und etwa 0,25 cm breit. Sie werden an kurzen Stielen getragen und enthalten 4 Reihen von kleinen, runden Samen.


🛑 Vorsicht! In seltenen Fällen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Patienten mit Magen- oder Darmgeschwür oder mit entzündlichen Nierenerkrankungen sollten Brunnenkresse nicht verwenden. Brunnenkresse sollte aus sauberen Wasserquellen geerntet werden. Verunreinigtes Wasser kann auch das Kraut verunreinigen.


In der Küche kann man die Blüten, Blätter und frischen Triebe roh oder gegart essen. Die Brunnenkresse können in Salaten, Quarkspeisen, Kräuterbutter, Dips und Frischkäsezubereitungen gegessen werden. Außerdem schmeckt sie als Pesto oder Presssaft. Sie haben einen kresseartigen scharfen Geschmack. Die Samen können als Pfefferersatz genutzt werden.


Die alte Heilpflanze, die schon 356 vor Chr. erwähnt wurde, mit ihrem scharfen Geschmack, passt besonders gut zu rohem Spinat. Genauso gut wie die Brunnenkresse ist die Kapuzinerkresse und die Gartenkresse. Auch die zwei Kressearten schmecken scharf im Geschmack und sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.


Für eine Frühlingskur isst man jeden Tag, für mindestens 6 Wochen, einige Blätter Brunnenkresse.


Der Presssaft eignet sich auch als Zusatz für kosmetische Produkte, vor allem bei unreiner Haut und gegen Faltenbildung.


Hildegard von Bingen: Die Brunnenkresse ist von warmer Natur, sie nützt dem Menschen nicht viel und schadet ihm auch nicht. Aber wer Gelbsucht hat oder Fieber, der dünste Brunnenkresse und esse ihn warm, und sie wird ihn heilen.

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