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Bockshornklee (Trigonella foenum graecum)


Bockshornklee (Trigonella foenum graecum)

Wirkung:

erweichend, schleimlösend, milchbildend, blutzuckerspiegelsenkend, krampflösend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

Geschlechtshormonbehandlungen, Nagelbettentzündungen, Furunkel, Schleimbeutelentzündungen, Milchstau beim stillen, Erkrankungen der oberen Atemwege, Blutdrucksenkend, Augenentzündung, Schuppen, Kopfgrind, Schweißfüße, schweißige Hände, Haarwuchs, Kropfleiden, Geschwüre, bei Magerheit, Viertage-Fieber, verspannte Muskeln, Rheuma, eitrige Entzündungen der Atemwege, verstopfte Stirnhöhle

Kräuterkissen oder in Duftschalen


Verwendete Pflanzenteile:

Samen und Blätter

Sammelzeit:

wenn die Samen gelb werden / ca. August bis September

Zu finden:

Ursprünglich eine Mittelmeerpflanze, manchmal ausgewildert, kommt in der Regel aber nur in Kulturen vor.

Inhaltsstoffe:

20 bis 45 % Schleim, Eiweiß, fettes Öl, Saponine, Flavonoide, Bitterstoffe, ätherisches Öl


Sonstiges:

☕ 2 gehäufte Teelöffel zerdrückter Samen werden etwa 2 bis 3 Stunden in 1 Tasse kaltem Wasser angesetzt. Anschließend kurz erhitzen und durch ein Sieb abseihen. 1 Tasse Tee pro Tag ist ausreichend.


🛑 Achtung: Während der Schwangerschaft bitte nicht anwenden, erst wenn die Wehen einsetzen.


Bockshornkleesamen findet man in fast allen Curry Gewürzmischungen.


Als Sinnbild der Lebenskraft wurde der Bockshornklee bereits bei den Kelten als Zauberpflanze verehrt und zur Heilung und als Nahrungsmittel eingesetzt. Die Ägypter behandelten Brandwunden mit Bockshornkleebrei, außerdem wurde es zum Einbalsamieren der Toten verwendet. Als Schönheitsmittel galt der Brei im Mittelalter. Die Samen wurden mit Rosenöl vermischt und zur Verschönerung der Haut auf den ganzen Körper gestrichen. Um schön zu werden, vor allem aber fraulich, legten sich junge Mädchen in der ersten Mainacht dorthin wo Bockshornklee wächst. Der junge Mann wiederum trägt einen Zweig im rechten Ärmel, das befreit ihn von der Rekrutierung. (Auszug aus dem Buch Die Kräuter in meinem Garten)


Hildegard von Bingen: Der Bockshornklee ist mehr kalt als warm. Ein Mensch, den das Essen anwidert und dem oftmals der Schweiß ausfährt, der erwärme den Samen und das Kraut in Wein und trinke warm davon in nüchternem Zustand, und es wird ihm besser gehen. Bei Viertage-Fieber koche es in Wasser, und wenn das Wasser ausgepresst ist, wickle er das Kraut um die Unterschenkel, und binde ein Tuch darüber.

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