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Bibernelle (Pimpinella saxifraga und major)


Bibernelle

Wirkung:

adstringierend, appetitanregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend, schweißtreibend, steinlösend, verdauungsfördernd


Anwendungsbereiche:

Appetitlosigkeit, Asthma, Blasengrieß, Bronchitis, Darmentzündung, Erkältung, Galle, Gicht, Halsschmerzen, Harnwegsinfektionen, Heiserkeit, Herzbeschwerden, nervöses Herzklopfen, Husten, Katarrhen der oberen Atemwege, reinigt Kehlkopf und Lunge, Leberinfektion, Magen- und Darmverschleimung, Niereninfektion, Nierensteine, erhöhter Pulsschlag, Rachenentzündun­g, Rheuma, Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Zungenlähmung


Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Wurzel


Sammelzeit:

Junge Blätter im Frühjahr bis Herbst,

Wurzeln Frühjahr oder Herbst


Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Saponine, Polyacetylene, Cumarine, Bitterstoffe, Furocumarin, Pimpinellin


Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel Wurzel werden mit 1/4 Liter kaltem Wasser zugestellt, dann aufgekocht und anschließend durch ein Sieb, Leinentuch oder Filter abseihen. Bei Husten süßt man mit Honig oder Kandiszucker.


Die Bibernelle gehört zu den Pestkräutern "Iss Ehrenpreis und Bibernelle, dann stirbst du nicht so schnell."

Die Bibernelle hilft gegen viele Erkrankungen, man benutzt hauptsächlich die Wurzel. In Wein und Honig gekocht, man kann sie roh kauen, in Tinkturen, man kann sie zu Pulver verarbeiten usw.


Sie ist ein pflanzliches Antibiotikum!!!


Hildegard von Bingen: Die Feuchtigkeit des Krautes hat die richtige Mischung in sich und ist für Gesunde und Kranke nützlich zu essen. Wer einen traurigen Sinn hat, den macht es froh, und es heilt die Augen des Menschen und macht sie klar. Wer jedoch unter Übelkeit leidet, der nehme Kümmel, und zu den dritten Teil vom Kümmel Pfeffer und zu einem vierten Teil Bibernell, und die pulverisiere er. Dann nehme er reines Semmelmehl und gebe das Pulver in das Mehl, und mache mit Eidotter und mäßig Wasser Kekse. Aber esse auch das vorgenannte Pulver, aufs Brot gestreut. Es unterdrückt in den Eingeweiden die warmen und kalten Säfte, die dem Menschen Übelkeit verursachen.

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