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Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium)

Der Wiesen-Bärenklau ist jung ungiftig.


Wirkung:

anregend, aufbauend, potenzsteigernd, aphrodisierend, blutdrucksenkend, verdauungsfördernd, beruhigend

Anwendungsbereiche:

Blähungen, Verdauungsstörungen, Impotenz, Frigidität, Furunkeln, Geschwüre, Insektenstiche, juckende und/oder nässende Ausschläge, Kopfschmerzen, Kehlkopfentzündung, Bronchitis, allgemeine Schwäche, Rheuma, Schwellungen, Blutergüsse, multiple Sklerose MS, Schuppenflechte, Erkältungen, Entzündungen

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, Blätter

Sammelzeit:

Herbst

Zu finden:

In Auwäldern, an Bachufern, Gräben und auf gut gedüngten Wiesen.

Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe, ätherisches Öl, Furanocumarine, Psoralen, Vitamine, Mineralstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel Wurzel mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, zum Sieden erhitzen kurz ziehen lassen und bis zu 3-mal täglich trinken.


Der Wiesen-Bärenklau ist eine zweijährige bis ausdauernde Pflanze und kann 30 cm bis 150 cm hoch werden. Die Grundachse ist dick, verzweigt, tiefwurzelnd und sie verströmt einen unangenehmen Geruch aus. Der aufrechte Stängel ist kantig gefurcht, steifhaarig und im oberen Bereich verzweigt. Die Blätter sind einfach gefiedert und die Fiederabschnitte sind fiederspaltig sowie stumpf gesägt. Meist sind sie ober- und unterseits behaart. Die Blätter haben eine große, als Knospenschutz dienende Blattscheide (Ochrea). Die Blätter unten können sehr groß werden und sie sind lang gestielt. Der Blattstiel ist seitlich zusammengedrückt und oberseits tief rinnig. Die Doppeldolde kann bis 20 Zentimeter Durchmesser haben; sie besitzt 15 bis 20 Strahlen. Die Doldenstrahlen sind ungleich lang. Es sind keine bis 6 Hüllblätter vorhanden und die Hüllchenblätter sind lanzettlich-pfriemlich, dicht behaart und bewimpert. Die Blüten sind weiß, oft leicht grünlich oder hellrosa überlaufen. Die Kronblätter sind verkehrt herzförmig; sie sind vorn ausgerandet und haben ein eingeschlagenes Läppchen. Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober. Die Früchte sind geflügelte Doppelachänen.


🛑 Achtung!!! Beim Sammeln ist Vorsicht geboten, denn manche Menschen reagieren allergisch, und zwar mit Wiesendermatitis, auf die Blätter des Bärenklaus. Der Saft der Pflanze kann bei starker Sonneneinwirkung Hautentzündungen hervorrufen. Besonders gilt dies auch für die ausländische Art des Bärenklaus, die "Herkulesstaude", deren Berührung zu Verbrennungen führen kann. Viele Vertreter dieser Gattung, darunter auch viele Unterarten dieser Art, enthalten Furanocumarine. Diese haben karzinogene, mutagene und phototoxische Eigenschaften.

In der Küche kann man die ganz jungen, rohen Blätter des Bärenklau mit alten Kartoffeln verwenden, sie schmecken dann gleich besser und in Eierspeisen sowie in Soßen, als Wildgemüse und in Salaten. Des Weiteren nutzt man die größeren Blätter für Bärenklausuppe, Bärenklaupüree, in Gemüse oder in Aufläufen. Wiesen-Bärenklau hat einen milden Geschmack. Der Stiel kann geschält und roh gegessen oder zu Kompott verarbeitet werden. Empfindliche Personen sollten beim Schälen der haarigen, stacheligen Stängel Handschuhe tragen, um Hautreizungen zu vermeiden. Unreife sowie reife Samen können in kleinen Mengen als Gewürz genutzt werden. Sie sind sehr aromatisch und eignen sich gut für süße Speisen oder Suppe. Auch kann man unreife Samen als Liköransatz in Neutralalkohol einlegen. Sie geben dem Alkohol eine intensive grüne Farbe, die an Absinth erinnert. Die grünen und unreifen Früchte haben einen würzigen Geschmack. Die etwas scharf schmeckende Wurzel kann man als Gemüse zubereiten. In Kamtschatka soll aus der Wurzel mit Wein und Zucker ein schmackhaftes Getränk zubereitet werden.

Viele kennen ihn bei uns als Wiesen-Bärenklau und sind in so manchen Gemeinden meldepflichtig, zur Beseitigung.


Auch der aus dem Kaukasus stammende Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) verdrängt bei uns so manche Kräuter.


Als Räucherpflanze wirkt er vor allem desinfizierend und eignet sich zum energetischen Reinigen von Räumen.


Wiesen-Bärenklau liefert einen wasch- und lichtechten gelben Farbstoff.


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