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Arnika (Arnica montana)

Schwach giftig


Arnika

Wirkung:

entzündungshemmend, kreislaufanregend, blutstillend, antibakteriell, desinfizierend, schmerzlindernd, wundheilend, gefäßabdichtend, gefäßerweiternd, krampflösend, herzstärkend, durchblutungsfördernd

Anwendungsbereiche:

Schnitt- und Stoßwunden, Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, versteckte Blutungen, Gehirnerschütterungen, Lähmungen nach Verwundungen und Schlaganfall, Stimmversagen, Heiserkeit, Krämpfe, Epilepsie, Verdauungsträgheit, Bronchitis, Leber- und Milzanschwellung, Rheuma, Gicht, Übermüdung, Erschöpfung, Steifheit der Gelenke, Hexenschuss, Schleimbeutel- und Sehnenentzündungen, Venenleiden, Karpaltunnelsyndrom Prellungen, Blutergüsse, Schmerzen durch Überanstrengung, Muskelkater, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Gelenkentzündung, Aderverknotung, verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefäße, stimuliert das Herz älterer Menschen und verbessert die Herzleistung, Impotenz, Angina pectoris

Verwendete Pflanzenteile:

Blütenblätter und Wurzeln

Sammelzeit:

Blüte zu Beginn der Blütezeit (Mitte Juni bis August), Wurzeln im Herbst

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonglycoside, Cholin, Helananalin, Azulen, Thymol, Arnidiol, Kalzium, Karotin


Sonstiges:

Arnika gilt als Schutz gegen Blitz, Hexen, Zauberer und üble Nachrede. Wenn ein Gewitter aufzieht, wird das getrocknete Arnika geräuchert und der Zauberspruch: "Steck Arnika an, steck Arnika an, dass sich das Wetter scheiden kann." verwendet. Gegen Blitzschlag und Hagel wird die Pflanze unter das Dach gelegt oder in das Wohnzimmer aufgehängt, man sollte dabei ein Gebet sprechen.


Die Höchste Heilkraft hat Arnika am Johannitag.


Arnika ist eine mehrjährige Pflanze und wird zwischen 30 bis 50 cm hoch. Aus ihrem Rhizom wachsen ein oder mehrere Stängel aufrecht nach oben. Die Stängel sind behaart und tragen zwei bis vier Paare von herzförmigen bis pfeilförmigen Blättern. Die Blätter werden oft an einzelnen kurzen Trieben gebildet, sie sind grob gezähnt und verwelken, wenn die Pflanze blüht. Die Blätter am oberen Teil der Pflanze sind wie der Stängel behaart. Die unteren Blätter haben abgerundete Spitzen. Die Blüten sind klein und gelb und bilden 1 bis 5 gänseblümchenartige Blütenköpfe pro Pflanze. Jeder Blütenkopf hat eine goldgelbe Scheibe mit 10 bis 15 gelben Zungen. Sie sind spitz und etwa 2,5 cm lang. Der gesamte Blütenkopf hat einen Durchmesser von etwa 6,25 cm. Die Samen bilden sich in einer kleinen, haarigen Achäne, die etwa 1,25 cm lang ist. Die Blüten erscheinen von Mai bis August.


🛑 Kann bei Überdosierung zum Tod führen! Bei Herz- und Kreislaufstörungen sollte man Arnika unter Kontrolle des Arztes anwenden. Allergiker, hellhäutige und rotblonde Menschen sollten vorsichtig ausprobieren, ob sie Arnika vertragen. Niemals unverdünnt anwenden. Arnika sollte nur äußerlich verwendet werden und homöopathisch. Auf offene Wunden sollte die Arnika-Salbe vermeidet werden, da sie Entzündungen und Reizungen verursachen kann.


Innerlich darf die Tinktur wegen der Vergiftungsgefahr nur in kleinen Menge und in der Verdünnung 1:3 genommen werden. Der Arzt entscheidet, was noch nicht wirkt und was bereits zu viel ist.


Arnika dürfte ein Zellkommunikator für Kalzium sein und ist damit eine Einschleuserpflanze in der Homöopathie und bei Heilpraktikern.


Blätter und Wurzeln kann man zu Kräutertabaken mischen.


Hildegard von Bingen: Die Arnika ist sehr warm und hat eine giftige Wärme in sich. Sie ist ein verteilendes Mittel für blaue Mäler und geronnenes Blut. Wenn ein Mensch einen anderen an der Haut mit grüner Arnika berührt, wird er in Liebe zu ihm entbrennen.

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